Naturpark - Nachrichten

Ausgabe Juli 2019

Ausgabe oktober 2019

Bild: Sven Büchner, Andy Paul
Landschaftspflegeverband Zittauer
Gebirge und Vorland e.V.

Siebenschläfer im Naturpark?

Ja, es gibt sie - zwar sind die Siebenschläfer in Gärten nicht zu finden - aber ihre kleinen Verwandten, die Haselmaus, ist ein fester Bestandteil der Tierwelt unseres Naturparks. Dabei ist ihr Nachweis gar nicht so einfach. Denn der kleine Bilch ist nachtaktiv und verbringt den Großteil seiner Zeit hoch oben in Büschen und Baumkronen. Den Waldboden oder offen Wiesen meidet er hingen, denn hier könnte er von Eulen oder Füchsen gefangen werden. Zudem verschlafen die nur daumengroßen Tiere die kalte Jahreszeit, denn dort würden sie eh nichts zu fressen finden. Denn im Gegensatz zu echten Mäusen können sie keine Zellulose verdauen und deshalb auch keinen Wurzeln fressen. Ihre Lebensweise unterscheidet sich deutlich von Mäusen. Findet man stellenweise mehrere hundert Mäuse pro Hektar Wald, so sind es kaum einen Handvoll Haselmäuse. Daher sind sie besonders vorsichtig und scheu. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Erfassung spürte der Landschaftspflegeverband im Frühling und Sommer 2019 den kleinen Bilchen nach. Die Säugetierkundler rund im Sven Büchner suchten nach Nestern, analysierten Fraßspuren und legten Köderröhren aus, in welchen die Haselmäuse dann Fußspuren hinterließen. Das Ergebnis überraschte positiv: fast im gesamten Naturpark ist die Haselmaus noch zu finden - und das ist ein gutes Zeichen. Die Haselmaus benötigt strukturreichen Büsche und Waldränder mit einer Vielzahl an Blüten und Früchten tragenden Bäumen und Sträuchern, aber auch Insekten und viele Verstecke in hohlen Bäumen oder dichten Brombeergestrüppen sind für sie wichtig. All dies scheint sie noch im Zittauer Gebirge zu finden. Wo die Haselmaus einen Lebensraum und Nahrung findet, tun dies auch eine Vielzahl von Kleinlebewesen und Vögeln. Möglich wird dies auch durch viele Einzelvorhaben wir Heckenpflanzungen und die erhaltungspflege von Bestandshecken als verbindende Strukturen, aber auch viele waldbaulichen Maßnahmen wirken sich positiv auf Flora und Fauna aus.


Den letzten beissen die Hunde ...